Drei Erledigungen, bevor irgendetwas anderes läuft
Bevor der Antrag überhaupt gestellt werden kann, brauchen Sie drei Nachweise: eine Sehtestbescheinigung, die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs und ein biometrisches Passbild. Der Sehtest dauert wenige Minuten, beim Optiker ist er häufig kostenlos, beim Augenarzt liegt er bei 10–20 € (bussgeldkatalog.org, Stand 2026). Den Erste-Hilfe-Kurs bieten mehrere Organisationen an, er kostet 20–50 € (ADAC / da-direkt.de, Stand 2026). Das Passbild muss biometrisch sein; ein Urlaubsfoto reicht nicht. Drei kleine Punkte. Fehlt einer, steht alles Weitere still.
Der Antrag gibt den Takt vor
Den Antrag bei der Führerscheinstelle stellt üblicherweise die Fahrschule für Sie. Danach beginnt der Abschnitt, den niemand beschleunigen kann: Die Behörde braucht oft rund fünf Wochen, und erst nach ihrer Zustimmung ist die Zulassung zur Prüfung möglich (fahrschulennet.de, Stand 2026). Deshalb gehört der Antrag an den Anfang und nicht in die Mitte der Ausbildung. Wer ihn erst auf den Weg bringt, wenn die Theorie schon sitzt, wartet am Ende auf ein Blatt Papier statt auf einen Prüfungstermin.
Die Wartezeit selbst ist kein Leerlauf, solange sie früh liegt. Während die Behörde bearbeitet, läuft die Ausbildung weiter. Zum Problem wird sie erst, wenn sie ans Ende rutscht.
Theorieunterricht und erste Fahrstunden laufen nebeneinander
Der Theorieunterricht läuft parallel zu den ersten Fahrstunden. Beides gleichzeitig zu beginnen ist üblich, weil sich die Inhalte gegenseitig stützen: Was am Abend im Unterricht erklärt wird, sehen Sie am nächsten Tag im Verkehr wieder. Sobald der Pflichtunterricht absolviert ist und die Behörde zugestimmt hat, steht die Theorieprüfung an. Sie kommt vor der praktischen Prüfung. Wie viele Unterrichtseinheiten für Ihre Klasse vorgeschrieben sind und ob sie sich mit einer bereits vorhandenen Fahrerlaubnis verkürzen, sagt Ihnen die Fahrschule bei der Anmeldung.
Sonderfahrten und dann die Prüfungsfahrt
Nach der bestandenen Theorieprüfung folgen die Pflichtfahrten, die sich nicht abkürzen lassen. Für die Klasse B sind das zwölf Sonderfahrten: fünf über Land, vier auf der Autobahn, drei bei Nacht (bussgeldkatalog.org, Stand 2026). Sie liegen bewusst spät, weil sie ein gewisses Grundniveau voraussetzen. Erst danach steht die praktische Prüfung an. Wie viele normale Übungsstunden vorher nötig sind, entscheidet sich individuell und lässt sich zu Beginn nicht seriös vorhersagen.
Zur Prüfungsfahrt meldet die Fahrschule Sie an. Der Termin hängt davon ab, wann die Prüforganisation freie Kapazitäten hat, und lässt sich deshalb nicht beliebig kurzfristig ansetzen. Wer einen bestimmten Monat im Kopf hat, spricht das besser früh an als spät.