Klasse B: der Pkw-Führerschein

Klasse B: der Pkw-Führerschein

Für alle, die einen Wagen bis 3.500 kg fahren wollen. Regulär ab 18, über den Weg BF17 schon ein Jahr früher.

Wer diese Klasse braucht

Die Klasse B ist der Standardführerschein für den Pkw. Sie gilt für Fahrzeuge bis 3.500 kg zulässiger Gesamtmasse mit höchstens neun Sitzplätzen inklusive Fahrer. Ein Anhänger bis 750 kg ist ohne Zusatz erlaubt. Wer regelmäßig schwerer zieht, braucht später eine Erweiterung auf B96 oder BE.

Voraussetzungen

Das Mindestalter liegt bei 18 Jahren. Eine Ausnahme ist BF17: dort beginnt die Ausbildung ab 16,5 Jahren, die Fahrerlaubnis kommt mit 17 und bis zur Volljährigkeit fahren Sie mit Begleitperson. Vor dem Start stehen Sehtest, Erste-Hilfe-Kurs und ein Passbild an. Den Antrag bei der Führerscheinstelle stellt üblicherweise die Fahrschule. Die Behörde braucht dafür oft rund fünf Wochen, erst danach ist die Zulassung zur Prüfung möglich.

Ausbildungsumfang

Neben Theorieunterricht und Übungsstunden schreibt der Gesetzgeber zwölf Sonderfahrten vor: fünf Überlandfahrten, vier Autobahnfahrten und drei Nachtfahrten. Diese zwölf Fahrten sind fix und lassen sich nicht verhandeln. Die Zahl der Übungsstunden davor ist dagegen individuell. Sie hängt von Vorerfahrung, Fahrpraxis im Alltag und dem Urteil des Fahrlehrers ab und ist der größte Unterschied zwischen zwei Fahrschülern.

Typischer Ablauf

Nach der Anmeldung läuft der Theorieunterricht parallel zu den ersten Fahrstunden. Die Theorieprüfung ist eine Multiple-Choice-Prüfung am Computer oder Tablet, ab 11 Fehlerpunkten gilt sie als nicht bestanden. Danach folgen die Sonderfahrten und die praktische Prüfung: 45 Minuten Prüfungsfahrt, Fahrlehrer und Prüfer sitzen mit im Auto. Zwischen bestandener Theorie und praktischer Prüfung darf höchstens ein Jahr liegen. Den kompletten Weg beschreibt die Seite So läuft es ab.

Was wir dabei übernehmen

Wir bilden nicht selbst aus. Wir vermitteln Ihre Anfrage an Partnerfahrschulen in Ihrer Stadt. Unterricht, Fahrzeuge, Prüfungstermine und die Preisgestaltung liegen dort.

Was in der Klasse B steckt

Was in der Klasse B steckt

Die Eckdaten, die den Umfang der Ausbildung bestimmen und die vor der Anmeldung zählen.

  • Fahrzeuge bis 3.500 kg zulässiger Gesamtmasse, höchstens neun Sitzplätze inklusive Fahrer
  • Anhänger bis 750 kg sind ohne Erweiterung immer mit dabei
  • Zwölf Pflicht-Sonderfahrten: fünf Überland, vier Autobahn, drei bei Nacht
  • Mindestalter 18 Jahre, mit BF17 startet die Ausbildung ab 16,5 Jahren
  • Die Zahl der Übungsstunden legt niemand pauschal fest, sie richtet sich nach Ihrem Fortschritt
Anfrage für diese Klasse

Was die Kosten treibt

Den Preis stellt die Partnerfahrschule, nicht dieses Portal. Belegt sind für 2026 folgende Spannen: eine Fahrstunde à 45 Minuten liegt bei 20–45 €, eine Sonderfahrt bei bis zu rund 60 €, teils beim Anderthalbfachen einer Normalstunde. Zwölf Sonderfahrten sind Pflicht und stehen damit fest. Beweglich ist allein die Zahl der Übungsstunden, und daran entscheidet sich die Endsumme.

Für die Klasse B insgesamt nennen Quellen 2.500–4.500 €, im Durchschnitt etwa 3.400 € (wiwo.de mit Bezug auf das Bundesverkehrsministerium, Stand 2026). Dazu kommen der Grundbetrag bei der Anmeldung, für den als Faustregel höchstens das Zehnfache einer Übungsstunde gilt, außerdem Prüfungsgebühren, Erste-Hilfe-Kurs, Sehtest und Passbild. Hinzu kommt das Vorstellungsentgelt, das die Fahrschule für die Begleitung zur Prüfung berechnet; eine belastbare Spanne dafür liegt nicht vor. Die Gebühr der Führerscheinstelle fällt je nach Kommune unterschiedlich aus. Aufgeschlüsselt stehen alle Kostenbausteine auf der Kostenseite.

Häufige Fragen zur Klasse B

Vorgeschrieben sind nur die zwölf Sonderfahrten, also fünf Überland, vier Autobahn und drei bei Nacht. Wie viele Übungsstunden davor nötig sind, legt niemand pauschal fest, das entscheidet der Fahrlehrer anhand Ihres Fortschritts. Genau diese Zahl macht den größten Unterschied bei den Gesamtkosten.

Bis 750 kg zulässiger Gesamtmasse ja, das ist in der Klasse B enthalten. Für schwerere Anhänger brauchen Sie eine Erweiterung. B96 bringt das Gespann auf 4.250 kg und kommt ohne eigene Prüfung aus, BE deckt Anhänger bis 3.500 kg und Gespanne bis 7.000 kg ab und schließt eine Prüfung ein.

Die praktische Prüfung muss innerhalb eines Jahres nach der bestandenen Theorieprüfung stattfinden. Verstreicht dieses Jahr, wird die Theorie erneut fällig. Wer die Praxistermine früh einplant, spart sich diese Runde.

Zwischen zwei Versuchen liegt in der Regel eine Sperrfrist von mindestens zwei Wochen. Nach dem dritten Nichtbestehen sind es drei Monate, danach stehen wieder drei Versuche offen. Die Kosten für den erneuten Versuch stellen Fahrschule und Prüforganisation in Rechnung.

Höchstens neun Sitzplätze inklusive Fahrer. Ein großer Van mit acht Passagieren ist damit abgedeckt, ein Kleinbus mit mehr Plätzen nicht. Für die gewerbliche Personenbeförderung im Bus gilt ohnehin die Klasse D.

Planen Sie den Antrag mit Vorlauf, denn die Führerscheinstelle braucht oft rund fünf Wochen bis zur Zulassung zur Prüfung. Rund um Ferien und Semesterstart steigt zusätzlich die Nachfrage nach Terminen. Sehtest und Erste-Hilfe-Kurs erledigen Sie am besten schon vor der Anmeldung.

Klasse B in Ihrer Stadt anfragen

Ein kurzes Formular mit Stadt, Wunschstart und Kontaktdaten genügt. Wir leiten die Anfrage an Partnerfahrschulen weiter, die Rückmeldung kommt werktags.