Automatik-Führerschein B197

Automatik-Führerschein B197

Prüfung auf dem Automatikfahrzeug, Schaltwagen bleiben trotzdem erlaubt. Gedacht für alle, die ohne Kupplungsstress lernen und sich die Schaltung offenhalten wollen.

Wer diese Variante wählt

B197 ist keine eigene Fahrerlaubnisklasse, sondern eine Ausbildungs- und Prüfungsvariante innerhalb der Klasse B. Die praktische Prüfung legen Sie auf einem Automatikfahrzeug ab. Eingetragen wird die Schlüsselzahl 197, und die erlaubt anschließend auch das Führen von Schaltwagen. Interessant ist das für Fahrschüler, die sich beim Lernen nicht gleichzeitig mit Kupplung und Verkehr befassen wollen, später aber nicht auf Automatik festgelegt sein möchten.

Der Unterschied zur Schlüsselzahl 78

Wer klassisch auf Automatik ausgebildet und geprüft wird, bekommt die Schlüsselzahl 78 in den Führerschein. Diese Eintragung beschränkt die Fahrerlaubnis auf Automatikfahrzeuge, ein Schaltwagen ist damit nicht abgedeckt. Bei B197 findet die Prüfung ebenfalls auf einem Automatikfahrzeug statt, die Beschränkung entfällt jedoch. Dafür ist die Schlüsselzahl 197 an Zusatzvoraussetzungen gebunden, die vor der Prüfung erfüllt sein müssen.

Voraussetzungen

Es gelten die Bedingungen der Klasse B: Mindestalter 18, über BF17 beginnt die Ausbildung ab 16,5 Jahren. Sehtest, Erste-Hilfe-Kurs und der Antrag bei der Führerscheinstelle gehören dazu, für dessen Bearbeitung oft rund fünf Wochen anzusetzen sind. Hinzu kommen die Zusatzvoraussetzungen der Variante B197. Wie die Fahrschule diese abbildet und dokumentiert, klären Sie direkt mit der Partnerfahrschule.

Ausbildungsumfang

Am Pflichtteil ändert sich nichts. Es bleibt bei zwölf Sonderfahrten: fünf Überlandfahrten, vier Autobahnfahrten, drei Nachtfahrten. Dazu kommen Schaltstunden, denn die Ausbildung muss das Fahren mit Schaltgetriebe abdecken, auch wenn die Prüfung auf Automatik läuft. Wie viele Übungsstunden Sie insgesamt brauchen, richtet sich nach Ihrem Fortschritt.

Was Sie vorher klären sollten

Nicht jede Fahrschule hält genügend Automatikfahrzeuge vor. Fragen Sie deshalb früh nach, ob B197 überhaupt angeboten wird und wie die Termine liegen. Wir vermitteln Ihre Anfrage an Partnerfahrschulen in Ihrer Nähe. Ausbildung, Fahrzeuge und Preis liegen bei der Fahrschule.

B197 gegen die reine Automatik-Eintragung

B197 gegen die reine Automatik-Eintragung

Die Punkte, an denen sich die beiden Wege unterscheiden.

  • Die praktische Prüfung legen Sie auf einem Automatikfahrzeug ab
  • Die Schlüsselzahl 197 erlaubt anschließend auch Schaltwagen
  • Die Schlüsselzahl 78 beschränkt dagegen auf Automatikfahrzeuge
  • Die Zusatzvoraussetzungen für 197 müssen vor der Prüfung erfüllt sein
  • Es bleibt die Klasse B, samt der zwölf Pflicht-Sonderfahrten
Anfrage für diese Klasse

Was die Kosten treibt

Für B197 ist keine eigene Kostenspanne belegt, deshalb steht hier keine Gesamtsumme. Die Treiber lassen sich trotzdem benennen. Erstens die Schaltstunden, die zusätzlich zur Ausbildung auf dem Automatikfahrzeug anfallen. Zweitens die Zahl der Übungsstunden, die individuell bleibt: eine Fahrstunde à 45 Minuten liegt bei 20–45 €, eine Sonderfahrt bei bis zu rund 60 € (Stand 2026). Drittens die Verfügbarkeit der Fahrzeuge. Hat eine Partnerfahrschule nur wenige Automatikwagen, ziehen sich die Termine, und lange Pausen zwischen den Stunden kosten am Ende zusätzliche Übungsfahrten.

Die übrigen Posten entsprechen der Klasse B, also Grundbetrag, Prüfungsgebühren, Erste-Hilfe-Kurs, Sehtest und Passbild. Dazu kommt das Vorstellungsentgelt für die Begleitung zur Prüfung, für das keine belastbare Spanne vorliegt, sowie die Gebühr der Führerscheinstelle, die je nach Kommune unterschiedlich ausfällt. Aufgeschlüsselt stehen alle Kostenbausteine auf der Kostenseite. Den Preis stellt die Partnerfahrschule.

Fragen zu B197

Ja, im Rahmen der Klasse B. Die Schlüsselzahl 197 hebt die Automatikbeschränkung auf, Sie sind also nicht auf Fahrzeuge ohne Schaltgetriebe festgelegt. Voraussetzung ist, dass die Zusatzvoraussetzungen der Variante erfüllt und von der Fahrschule dokumentiert sind.

Die 78 steht für die klassische Automatikausbildung und beschränkt die Fahrerlaubnis auf Automatikfahrzeuge. Die 197 entsteht ebenfalls aus einer Prüfung auf dem Automatikfahrzeug, lässt aber Schaltwagen zu. Der Unterschied liegt in den Zusatzvoraussetzungen, die bei 197 dazugehören.

Die Ausbildung deckt das Fahren mit Schaltgetriebe ab, auch wenn die Prüfung auf Automatik stattfindet. Diese Schaltstunden sind der wesentliche Zusatzaufwand gegenüber einer reinen Automatikausbildung. Wie viele es werden, richtet sich nach Ihrem Fortschritt und legt der Fahrlehrer fest.

Nein. Die Variante setzt genügend Automatikfahrzeuge im Fuhrpark voraus, und das ist nicht überall gegeben. Vermerken Sie B197 deshalb in Ihrer Anfrage, dann können wir gezielt an Partnerfahrschulen vermitteln, die diese Ausbildung führen.

Nein, es bleibt bei zwölf Pflicht-Sonderfahrten mit fünf Überlandfahrten, vier Autobahnfahrten und drei Nachtfahrten. B197 betrifft das Prüfungsfahrzeug und die Eintragung im Führerschein, nicht den vorgeschriebenen Umfang. Alles Weitere zur Klasse steht auf der Seite zur Klasse B.

B197 bei einer Fahrschule in Ihrer Nähe anfragen

Nennen Sie im Formular Ihre Stadt und den Wunschstart und vermerken Sie B197. Wir leiten die Anfrage an passende Partnerfahrschulen weiter, die Rückmeldung kommt werktags.